Willkommen bei Lonari, 39, Schwedisch sprechende Mama, Redakteurin, Tochter, Feuerlöscherin und Bloggerin mit Helfersyndrom aus Hamburg. Trete ein in mein Internetzuhause – established 1997.

Hashtag #me. Ein paar Facetten.

  1. Meine Tochter L (9). Denn sie steht immer an erster Stelle.#lifewithkids
  2. Überhaupt, Familie: Mama (80) und das Älterwerden. #pflege #generationenkonflikte: missionmamapapa.wordpress.com
  3. Feminismus. #profrauenquote
  4. Linksgrünversiffter Gutmensch.
  5. Linksgrünversiffter, schreibender Gutmensch.
  6. Roman dauert noch.
  7. HSV. Fußball. CR7.
  8. Chicago Bulls. Basketball.
  9. Astrid Lindgren. Größtes Vorbild in so ziemlich jeder Hinsicht. #ronja #fantasie #niemalsgewalt
  10. Erich Kästner, Heinz Erhardt, wer reitet so spät durch Nacht und Wind, Humor.
  11. God Gave Rock’n’Roll To You. Music was my first love #400playlistsaufspotify
  12. Keeping Up With The Kardashians. Jede Folge. #kimforpresident
  13. Hermann Hesse.
  14. Sophie Kinsella.
  15. Gelnägel. Nicht ohne meine Gelnägel.
  16. Nordseeinseln. Ich bereiste sie alle, bis auf Amrum.
  17. Schweden. Spreche fließend Schwedisch, mer eller mindre.
  18. Ich heirate eine Familie. Game of Thrones. Let’s dance. Lotta på Liseberg.
  19. Lieblingsblog: www.englasshowroom.com
  20. Berner Sennenhunde. Einer wird Uwe heißen, der andere Seeler.
  21. Cabrio.
  22. Vision für die Rente: Ein Schwedenhäuschen am See.
  23. Baufinanzierungen.
  24. Eigentlich sollten es 25 Punkte werden, aber ich habe Schwierigkeiten damit, Dinge zu Ende zu…

Die Stationen.

  • 1979: Landung in in Düsseldorf
  • 1985-1989: Grundschulbesuch
  • 1989: Wechsel aufs Gymnasium
  • 1996: Erste Besitzerin eines 56-K-Modems 1996 in Düsseldorf-Gerresheim
  • 1997: Erste Website www.lonari.de
  • 1997: Nebenjob im Hotel, Nachtschichten an der Rezeption, um mir ein Auto kaufen zu können
  • 1997: Führerschein gemacht, Auto gekauft
  • 1998: Abi (Deutsch: 1.0, Mathe: 5.0, Schnitt = 3.0), Grund: Nächte mit NBA-Finals-Gucken verbracht
  • 1998: Germanistik-Studium in Düsseldorf begonnen…
  • 1998: … und gleich wieder abgebrochen
  • Dezember 1998: Mit einem Opel Corsa B nach Hamburg abgehauen
  • – März 1999: Praktikum Stadtmagazin Oxmox in HH
  • 1999: In eine tiefe Depression gefallen aufgrund des abgebrochenen Studiums und unklaren Zukunftsplänen
  • 1999: Sinnloser Nebenjob bei einer Hamburger Softwarefirma
  • 2000-2002: Volontariat beim Stadtmagazin PRINZ in HH, Depression bewältigt
  • 2002: Studium wieder aufgenommen, Skandinavistik, Politik, Germanistik an der Uni HH
  • 2002-2009: Neben dem Studium als freie Autorin unterwegs
  • 2009: Landung meiner Tochter L
  • 2009: Facebook-Account
  • seit 2011: Vollzeitjob als Online-Redakteurin bei Hypoport / vergleich.de / Dr. Klein
  • 2015: Übernahme der Organisation des elterlichen Haushaltes, siehe www.missionmamapapa.de
  • 2016: Twitter-Account
  • 2017: Instagram-Account
  • 2017: Website www.lonari.de endlich mal neu gemacht
  • 2018: …und erst 2018 damit fertig geworden.

Die schönsten Screenshots von lonari.de, die ich auf web.archive.org noch finden konnte, von 2001 bis 2008

Wir schrieben das Jahr siebenundneunzig…

…im Radio lief “Barbie Girl” im Wechsel mit “Time To Say Goodbye”, und ich hätte eigentlich für’s Abi lernen müssen, es war nur noch ein Jahr übrig, um alle Defizite zu beheben. Darauf hatte ich aber gar keine Lust. Stattdessen schlug ich mir die Nächte mit NBA-Spielen um die Ohren (wobei meine Bulls unter NBA-Champions wurden) und bastelte dabei an meiner ersten, eigenen Homepage.

Ich Freak.

Ich besaß als einzige in meiner Klasse ein Handy. Damit war ich mehr als ein Freak, fast eine Aussätzige mit peinlichem Antennen-Gerät. Und ich war stolze Besitzerin eines 56k-Modems, das zwar Stunden brauchte, um sich mit viel “pling pling sssss pling pling” einzuwählen – aber ich war online! Zuhause online! Düsseldorfs erstes Internetcafe, den G@rden an der Rheinuferpromenade, betrat ich nur zum kellnern, nicht zum surfen. Da war es irgendwie so eine Art logische Konsequenz, dass ich mir die Seiten des damals noch kümmerlichen Netzes nicht nur ansah, sondern auch mitbaute. Ich begann, mir html beizubringen, und zwar mit Macromedia Dreamweaver. Da konnte ich so prima zwischen WYSIWYG und html-Oberfläche hin und her switchen und nachsehen, wie sich die Tags verändern.

Meine erste eigene Seite hieß nicht Blog. Es hieß “Online-Tagebuch”.

Das Wort “Weblog” war meines Wissens nach anno 97 noch nicht erfunden. Es nannte sich stattdessen “Online-Tagebuch”, aber es lief schon unter dieser Domain, unter der mein heutiges Blog noch firmiert: www.lonari.de – Lonari war bereits damals mein Nickname. Sowas brauchte man in der Netzgemeinde, als Pseudonym. Fast niemand wäre auf die Idee gekommen, seinen richtigen Namen preiszugeben. Mein Nickname bestand aus Teilen meines Vornamens Ilona und den ersten Buchstaben meines damaligen Mädchennamens. Hätte ich das mit der Hochzeit geändert, hätte ich “Lonaut” draus machen müssen. Man muss nicht alles.

Wir Tagebuch-Schreiber waren noch eine verhältnismäßig kleine Community.

Man hatte alle Online-Tagebücher schon mal gelesen. Zumindest vom Nickname her kannte man alle virtuellen Nachbarn. Man verlieh sich gegenseitig Awards, einfach nur für die Tatsache, dass es uns gab. Gute Texte hin oder her. Wir gründeten Webringe, durch die man sich durchklicken konnte, und wir ließen uns von der Außenwelt für so viel “Selbstdarstellungszwang” auslachen. Dass man Privates regelmäßig im Netz veröffentlichte, war damals bei Weitem nicht so gesellschaftlich anerkannt geschweige denn üblich wie heute. Freaks. Heute muss ich manchmal darüber lächeln, wenn ich daran denke, wie ich damals belächelt wurde.

Früher Hobby, heute Beruf.

Ich machte das Schreiben zu meinem Beruf, ging ins große Hamburg, absolvierte ein Online-Volo bei einem Hamburger Verlag. Das Blog trat in den Hintergrund, einige Jahre lang war ich ziemlich passiv hier. Es blieb aber immer meine kleine Text-Spielwiese. Meine Platz für Fingerübungen. Der Ort, an dem ich mich austoben konnte, wenn ich wollte. Manchmal wollte ich monatelang nicht. Manchmal schrieb ich täglich. Im Laufe der Jahre haben sich viele Einträge angesammelt, darunter eine Menge Blödsinn, aber auf einige blicke ich auch sehr gerne zurück.