Invisalign vorher nachher

Hier direkt zu Beginn zeige ich euch jetzt immer den Stand der Dinge. Ende Mai 2020 habe ich mit meiner Invisalign-Behandlung begonnen, und hier könnt ihr mit Vorher-Nachher-Bildern sehen, wie weit das Ganze so ist. Ich finde, der Unterschied zwischen der ersten Schiene und der vierten Schiene ist schon deutlich sichtbar, vor allem, wenn man die untere Zahnreihe betrachtet, da hat sich schon einiges getan.

Meine Zahngeschichte

In ein paar Tagen werde ich 41 Jahre alt. Man sollte meinen, dass ich damit langsam aus dem Zahnspangenalter raus wäre. Aber nein – ich befinde mich mittendrin. Mein ganzes Erwachsenenleben lang bin ich mit schiefen Zähnen herumgelaufen, weil ich es im Teenageralter versäumt habe, eine Korrektur vornehmen zu lassen. Aber es ist noch nicht zu spät dafür. Meine Zahnärztin meinte zu mir, Zahnkorrekturen könne man theoretisch noch bis ins hohe Alter durchführen. Ich hoffe, mit “hohem Alter” sie hat nicht die Vierziger gemeint. Um eins gleich vorweg zu nehmen: Ich bezahle meine Zahnkorrektur aus eigener Tasche, jeden verdammten Cent. Da ich aber die Zahnspangenmarke nenne, muss ich diesen Artikel als unbezahlte Werbung kennzeichnen.

Und noch was: Es ist gar nicht so einfach für mich, öffentlich über dieses Thema zu schreiben, aber ich tue es trotzdem, weil ich anderen Mut machen möchte. Ihr seid nicht allein mit Euren schiefen Beißerchen, und falls ihr auch mit dem Gedanken spielt, etwas zu ändern, dann hilft euch mein Erfahrungsbericht vielleicht.

Hier erzähle ich euch nun also meine persönliche Zahngeschichte und lasse euch mit meinem Invisalign©-Tagebuch am Verlauf der Dinge teilhaben. Im Rahmen meiner “Vorwärts stolpern mit System”- Tour war dies übrigens Ziel Nummer 6: Das geheime Ziel. Denn anfangs war ich mir alles andere als sicher, ob ich darüber wirklich berichten möchte. Doch nun habe ich mich dazu entschieden, offensiv mit dem Thema umzugehen. Dann legen wir mal los!

Was ist Invisalign©?

Bei Invisalign© handelt es sich um eine durchsichtige Zahnschiene, die denselben Zweck erfüllt wie eine feste Klammer: Sie verschiebt schiefstehende Zähne (“align”) und behebt auf diese Weise ihre Fehlstellung im Kiefer. Anders als eine feste Klammer mit den üblichen Bracketts ist diese Schiene kaum zu sehen (“invisable”). Erfunden wurde die Invisalign© Schiene im Jahr 1997 vom gleichnamigen US-Unternehmen. Anfangs war die Methode unter Kieferorthopäden hierzulande umstritten. Es hat einige Jahre gedauert, bis sie auch in Deutschland Einzug hielt. Heute gehört die Behandlung mit Invisalign© zum Standardrepertoire von Kieferorthopäden im Bereich der Zahnkorrektur. Invisalign© Schienen sind hauchdünn und werden für jeden Patienten maßangefertigt. Sie bestehen aus einem hochelastischen, patentierten Material namens “SmartTrack”.

Invisalign Schiene: Meine Erfahrungen
So sieht sie aus, meine allererste Schiene. Oder besser: Meine allerersten Schienen, denn schließlich sind es zwei.

Eine Behandlung mit Invisalign© wird immer – abhängig vom Behandlungsumfang – mit mehreren Schienen durchgeführt (in meinem Fall sind es 30 Sätze mit je einer Schiene für den Ober- und den Unterkiefer). Zu Beginn bekommt man die ersten Schienen mit nach Hause. Alle zwei Wochen muss ich die alten Schienen als Patientin selbstständig gegen einen neuen Satz austauschen. Somit dauert meine Behandlung etwa 60 Wochen, also etwas länger als ein Jahr. Die Kosten für eine Invisalign© Behandlung belaufen sich – ebenfalls abhängig vom Behandlungsumfang – auf 3.000-6.000 Euro, und man muss sie selbst tragen, denn diese Kosten werden von keiner Krankenkasse übernommen. Auch nicht bei Kindern, übrigens. Was sehr praktisch ist: Dank moderner Computertechnologie kann man direkt von Beginn an sehen, wie das Ergebnis einmal aussehen wird. Und die Anpassung der Schiene vor Beginn der Behandlung verläuft sehr angenehm, denn die Zähne werden einfach mit einem speziellen Gerät gescannt, was bei mir ungefähr eine halbe Stunde gedauert hat.

Vor- und Nachteile von Invisalign©

Ich will hier zu Beginn einmal übersichtlich die grundsätzlichen Vor- und Nachteile, vor allem im Vergleich zu festen Zahnspangen, notieren.

VorteileNachteile
Invisalign© Schienen sind ist nahezu unsichtbar.Die Behandlung wird in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen (bei Kindern auch nicht, allerdings müssen Personen über 18 auch die Behandlung mit einer festen Klammer selbst bezahlen).
Man kann die Schiene jederzeit herausnehmen, das macht die Zahnpflege denkbar einfach.Die Kosten für Invisalign© Schienen sind wesentlich höher als bei festen Klammern (bei mir: ca. 5.000 Euro, feste Klammer häte um die 3.000 Euro gekostet).
Die Behandlungsdauer ist kürzer als bei festen Zahnspangen (etwa ein Jahr im Vergleich zu zirka 3-4 Jahren).Für bestimmte Zahnfehlstellungen wie den Kreuzbiss ist die Invisalign© Schiene nur bedingt geeignet (Kieferorthopäden fragen!).
Man hat keine Drähte und Bracketts im Mund.Man kann zwar alles essen, aber Dinge, die sich in den Zahnzwischenräumen sammeln, können die Schienen dennoch verfärben, nachdem man sie wieder eingesetzt hat.
Das Anpassungsprozedere vor der Behandlung ist bei Invisalign© deutlich unkomplizierter und angenehmer (kein Würgereiz wie beim Nehmen des Abdrucks für die feste Klammer).
Zum Essen müssen die Invisalign© Schienen herausgenommen werden
Zu Beginn kann man per Computersimulation bereits sehen, wie das Endergebnis ausfallen wird.Zum Trinken müssen die Invisalign© Schienen ebenfalls herausgenommen werden, denn zuckerhaltige Getränke schaden den Zähnen unter der Schiene, durch heiße Getränke können sich die Schienen verziehen. Ausnahme: Wasser ist unbedenklich.
Es gibt weniger Einschränkungen bei der Auswahl der Speisen.Damit die Behandlung Erfolg hat, muss die Invisalign© Schiene mindestens 22 Stunden am Tag getragen werden. Das bedeutet im Umkehrschluss: Nur zwei Stunden täglich Zeit zum Essen.
In der Regel werden nicht alle Zähne verschoben, bereits gerade stehende Zähne bleiben an ihrem Platz.
Es gibt wenig Einschränkungen im Alltag: Küssen, sprechen, singen – alles wunderbar möglich.
Besuche beim Kieferorthopäden sind nur alle 6-8 Wochen fällig (feste Spangen müssen etwa alle vier Wochen nachgezogen werden).

Welche Voraussetzungen gibt’s bei Invisalign© zu erfüllen?

Um Invisalign© Schienen einsetzen zu können, müssen Zähne und Zahnfleisch tadellos in Ordnung sein. Kein Karies, keine Parodontose, – sofern solche Probleme vorhanden sind, muss der Behandlung eine Grundsanierung vorangehen. Füllungen müssen überprüft werden, Wurzelbehandlungen abgeschlossen sein, Parodontose sollte behoben werden. Dadurch verschiebt sich der mögliche Behandlungsbeginn zeitlich nach hinten. Aber diese Vorab-Behandlungen werden natürlich von der Krankenkasse übernommen, da es sich hierbei ja um Erkrankungen handelt. Insofern ist es ohnehin sinnvoll, sie vornehmen zu lassen.

Warum ich mich für Invisalign© entschieden habe

Weil mir die problemlose Reinigung meiner Zähne wichtig war. Ich wollte nicht zwischen den Bracketts einer festen Zahnspange herumfummeln müssen. Die durchsichtigen Invisalign©-Schienen sind auf den Zähnen kaum sichtbar, und mit ein bisschen Übung lassen sie sich ganz leicht herausnehmen und wieder einsetzen. Also kann ich sie zu jeder Mahlzeit einfach entfernen, Zähne putzen, reinigen, wieder einsetzen, fertig. Das erschien mir als beste Lösung und ist der Hauptgrund, weshalb ich mich dafür entschieden habe. Dass man sie kaum sieht, finde ich natürlich auch nicht schlecht.

Mein Invisalign© Tagebuch

Die Vorgeschichte: Der Metzger, meine Mutter und ich

Düsseldorf, etwa 1993. Ich bin gerade 14 Jahre alt und liege auf dem Behandlungsstuhl eines Kieferorthopäden, der eigentlich lieber Schlachter oder Chirurg geworden wäre, denn er hat etwas außerordentlich Metzger-haftes an sich, wie er sich so mit voller Wucht auf meinen Unterkiefer stemmt, um einen Abdruck von meinem Gebiss zu nehmen. Dabei rammt er mir ein Metallteil bis tief in den Gaumen, sodass ich kaum noch Luft bekomme, weil ich so würgen muss. Da mich die Lampe über mir empfindlich blendet, bekomme ich noch nicht mal mit, was als nächstes passiert. Aber ich höre, wie der Kerl zu meiner Mutter sagt:

Da müssen mindestens noch vier Backenzähne raus. Sonst ist da nicht genug Platz.

Der Metzger, äh, Kieferorthopäde zu meiner Mutter

“Vier Zähne?! Vier gesunde Zähne?”, höre ich dann meine Mutter schrill zurückfragen, und als er das bejaht, ruft sie, er solle sofort mit dem Abdruck aufhören. “So einen Unsinn machen wir nicht mit!”, teilt sie ihm schließlich mit, und fünf Minuten später stehen wir wieder unten auf der Straße, und ich habe immer noch Fasern von dieser ekelhaften, gummiartigen Abdruckmasse im Mund.

Und das war’s dann mit mir und der kostenlosen Zahnspange.

Damals war ich meiner Mutter unglaublich dankbar, dass sie mich vor dem Metzger in Kieferorthopädengestalt gerettet hatte. Heute denke ich anders. Um genau zu sein: Über 5.000 Euro anders. Die Rücksichtnahme meiner Mutter in allen Ehren, aber pädagogisch gesehen war das leider eine glatte Fehlleistung. Ich mache ihr da keinen Vorwurf, wer will sein Kind schon leiden sehen? Hinzu kam: Zahnpflege war nicht gerade das Paradethema meiner Eltern. Zwar bestanden sie darauf, dass ich täglich Zähne putzte, aber ihr Motto lautete: ein Mal reicht – öfter haben sie es mir ja auch nicht vorgemacht. Papa hatte seit einer Prügelei in seinen Zwanzigern ohnehin ein Gebiss, und Mama nahm es damit nicht so genau. Liebe andere Eltern: Seid gute Vorbilder! Das ist so wichtig! Ihr habt immensen Einfluss auf die Zahngesundheit eurer Kinder. Nicht nachgeben, wenn es um das tägliche Zähneputzen geht. Und schon gar nicht nachgeben, wenn das Kind sich gegen eine Klammer wehrt. Denn: Was für ein Luxus, dass die Krankenkassen die Kosten für die Zahnkorrektur im Kindesalter noch übernehmen. Für Erwachsener wird’s teuer, und das bekomme ich nun schmerzhaft zu spüren. Doch nicht nur das.

Ich konnte nie richtig lachen, und dabei lache ich so gerne.

Schlechte Zähne beeinträchtigen einen ganz erheblich. Ich habe nie richtig gelacht, immer die Unterlippe über das Chaos in meinem Unterkiefer geschoben. Ich sehe mich auf keinem Foto richtig natürlich lächeln. Immer nur mit geschlossenem Mund, oder aber ich schiebe immer die Unterlippe über die obere Zahnreihe, damit man die unteren Zähne bloß nicht sieht. Vermutlich ist das noch nie irgendjemandem aufgefallen, aber ich weiß es, und mich stört es, und das reicht ja. Ich hab mal ein paar Fotos herausgesucht, damit ihr versteht, was ich meine:

Oben geht’s noch, da habe ich bloß einen ordentlichen Überbiss, aber unten sieht es aus wie Kraut und Rüben. Und schön weiß sind sie auch nicht, obwohl ich mir das mit dem Putzen dann im Teenageralter selbst beigebracht habe. Ich sparte mein ganzes Taschengeld für eine elektrische Zahnbürste und bin seitdem in Sachen Zahnpflege gut unterwegs. Ich hatte seit meinem 15. Lebensjahr nicht ein Mal Karies. Aber die Verfärbungen sind mir noch von damals erhalten geblieben, da hilft das gründlichste Schrubben nicht mehr. Ich wünsche mir schon lange eine Zahnkorrektur mit anschließendem Bleaching. Ich möchte richtig lachen können, ohne mich dafür zu schämen.

Was soll ich sagen – so kann das nicht bleiben. Vor einem halben Jahr habe ich beschlossen, das endlich zu ändern und die versäumte Zahnkorrektur nachzuholen. Von nun an halte ich hier jede Woche in Fotos und Videos fest, wie sich meine Zähne verändern. Ich werde insgesamt 30 Schienen benötigen, anfangs muss jede Schiene alle zwei Wochen getauscht werden, etwas später geht es dann wohl wöchentlich weiter. Insgesamt soll die Behandlung zirka ein Jahr in Anspruch nehmen. Alle sechs Wochen muss ich ab sofort zur Kontrolle zur Kieferorthopädin.

Nach Abschluss der Invisalign© Behandlung plane ich noch ein Bleaching, damit meine Zähnchen etwas weißer daher kommen. Ich finde es nämlich ungerecht, dass man durch meine Zahnverfärbungen überhaupt nicht sieht, wie akribisch ich täglich Zähne putze. Und ich möchte nicht, dass irgendjemand denkt, ich wäre nachlässig in Sachen Zahnpflege. Ich will, dass man verdammt nochmal sieht, wie ernst ich das Thema nehme. Habe ja nicht umsonst seit Jahrzehnten kein Karies oder andere Zahnprobleme mehr gehabt. Das soll sich gefälligst auch optisch widerspiegeln!

Woche 1-6 mit meiner Invisalign© Schiene

Die allererste Vorbesprechung mit meiner Kieferorthopädin

Im Januar 2020 hatte ich meinen ersten Termin zur Vorbesprechung bei meiner neuen Kieferorthopädin hier im Hamburger Süden. Mit einer Metzgerin hat sie Gott sei Dank wenig gemeinsam. Denn zum Glück hat sich einiges verändert in kieferorthopädischen Praxen seit 1993. Die Praxis meiner neuen Kieferorthopädin ist im Vergleich zur Schlachterei damals eine richtige Wohlfühloase. Und auch die Kieferorthopädin selbst ist sehr nett und überhaupt kein grobschlächtiger Typ, sondern äußerst einfühlsam und freundlich. Ich habe mich bei ihr vom ersten Moment an wohlgefühlt. Ich sagte ihr, ich wolle endlich schöne Zähne haben, endlich breit lachen können, ohne mich schämen zu müssen. Daraufhin erwiderte sie:

Aber Sie haben schöne Zähne!

Meine Kieferorthopädin

Was für eine rührende Übertreibung, die ich ihr leider kaum abnehmen konnte, weil mein Spiegelbild seit Jahrzehnten etwas anderes sagte. Aber ich widersprach ihr nicht, immerhin war sie hier ja die Fachfrau! Sie fertigte eine Röntgenaufnahme an und betrachtete den Stand der Dinge. Ich hatte Angst, sie würde mir auch wieder vier gesunde Zähne ziehen wollen, aber sie sagte, da sei genug Platz in meinem Kiefer. Ich hatte mir zwischenzeitlich mit Mitte 20 die Weisheitszähne entfernen lassen, nun hatten wir freie Bahn mit Marzipan. Schließlich stellte sie mir verschiedene Arten von Zahnspangen vor, die für mich infrage kommen würden.

Vorbereitung: Das Röntgen und Scannen bei Invisalign©

Auf Wiedersehen, Würgereflex: Bei Invisalign© werden die Zähne einfach gescannt. Das ist so viel angenehmer als der Abdruck mit der Knete-artigen Masse Mitte der Neunziger. Das Scannen tut überhaupt nicht weh. Bisschen lustig, wie die Sprechstundenhilfen meiner Kieferorthopädin mit einem großen Scangerät um mich herumhopsten, um wirklich jeden Winkel meines Mundes abzuscannen. Am Ende sieht man auf dem Monitor ein 3D-Modell seines Gebisses, und die Software zeigt einem auch, wie es mal aussehen wird. Das hat mich schon beeindruckt. Dieser Scan wird dann ans Labor geschickt. Dann bekommt man einen Behandlungsplan und einen Kostenvoranschlag. Man muss eine Kostenübernahme unterzeichnen, und schon geht’s los. Zwei Wochen später hatte ich die erste Rechnung für den ersten Behandlungstermin bei der Kieferorthopädin und für die Herstellung der ersten Schienen im Briefkasten. Die musste ich bezahlen, um die Schienen anschließend ausgehändigt zu bekommen,

Unboxing meiner Invisaligns©

Der erste Termin zum Einsetzen der Zahnspange: Meine Kieferorthopädin kam mit einem hübschen Täschchen um die Ecke. Darin befand sich die Invisalign©-Box mit einer Dose zur Aufbewahrung meiner Schienen und den ersten drei Schienen. Den allerersten Satz hatte sie bereits ausgepackt, um ihn mir selbst einsetzen zu können und zu überprüfen, ob alles gut passt. Das allererste Tragegefühl war überraschend angenehm. Die durchsichtigen Schienen sind hauchdünn, aber man spürt sofort einen gewissen Druck, den ich aber sehr gut erträglich finde. Dennoch hat man natürlich erstmal einen Fremdkörper im Mund. Die Zunge stößt plötzlich gegen bisher unbekannte Widerstände, und das hört man sofort beim Sprechen. Anfangs habe ich ganz schön gelispelt, aber das hat sich schnell gegeben. Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass es Tagesform-abhängig ist.

Kaum sichtbar, meine Invisalign© Zahnspange

Invisalign Erfahrung: Kaum sichtbar die Spange
Mit bloßem Auge ist sie in freier Wildbahn kaum zu erkennen.

Anfangs hat es an manchen Stellen etwas gerieben. Meine Kieferorthopädin hat mir den Tipp gegeben, mir eine Glasnagelfeile zu besorgen, um kantige Stellen abzurunden. Die Stellen an den oberen Eckzähnen waren bei mir das Problem. Ich glaube, dass Invisalign dort Greif-Furchen eingebaut hat, die das Herausnehmen erleichtern sollen, denn hier findet sich jeweils eine kleine Einbuchtung, die etwas hervorsteht. Das sorgt für Reibung, denn die Oberlippe liegt direkt auf, und nach ein paar Stunden tat sie mir links und rechts an diesen Stellen weh. Doch nach dem Feilen wurde es merklich besser, und schon am zweiten Tag habe ich gar nichts mehr gespürt.

Invisalign Erfahrung: Da ist die Spange
Nach zwei Wochen Kaffee trinken mit Schiene ist sie tatsächlich ein klein wenig verfärbt, obwohl ich sie immer gut gepflegt habe. Finde aber, es hält sich noch in Grenzen.

So klappt’s mit dem Herausnehmen der Invisalign© Schienen

Ich hatte etwas Respekt davor, wie es wohl im täglichen Leben mit dem Einsetzen und Herausnehmen klappen würde, aber ich muss sagen, das ist überhaupt kein Problem. Man soll an den Backenzähnen beginnen und die Schiene dort vom Zahnfleisch aus hochschieben, zum Schluss dann den vorderen Bereich lockern. Anfangs bin ich immer mit dem Fingernagel meiner Daumen unter die Schiene gefahren, das hat mir aber ziemlich schnell sowohl unter den Nägeln als auch am Zahnfleisch wehgetan. Also habe ich mir angewöhnt, einfach mit beiden, flachen Daumen von außen an die Backenzähne zu gehen und die Schiene auf diese Weise hochzuschieben. Wenn sie hinten auf beiden Seiten hochsteht, greife ich die Schiene auf beiden Seiten, wackele ein bisschen und löse sie schließlich vorne. Meistens habe ich die Schiene innerhalb weniger Sekunden draußen. Das Entfernen tut nicht weh. Was ich aber sagen muss: Nach dem Herausnehmen fühlen sich die Zähne ganz schön nackt an, und direkt danach mag ich auch keine harten Sachen essen, weil sie doch etwas empfindlicher sind. Das gibt sich aber bei mir immer nach ein paar Minuten, und ich kann wieder “kraftvoll zubeißen” (haha).

Die Grundregeln zur Behandlung mit Invisalign©

Meine Kieferorthopädin hat gesagt, ich solle möglichst darauf achten, die Schiene mindestens 22 Stunden am Tag zu tragen. Zum Essen muss man sie herausnehmen, Wasser und umgezuckerte Getränke sind erlaubt. Man kann auch Kaffee und Tee trinken, allerdings verfärbt die Schiene sich dann, was ich nicht ganz so schlimm finde, weil man nach zwei Wochen ohnehin wieder eine neue einsetzt. Außerdem finde ich, dass man die Schiene reinigen und auch von Verfärbungen befreien kann. Ich reinige die Schiene nach – zugegebenermaßen – fast jedem Wiedereinsetzen mit einer weichen Zahnbürste und (möglichst gelförmiger) Zahnpasta und spüle sie dabei unter fließendem Wasser ab.

Zwischenfazit

Ich finde Invisalign© super, aber nur zwei Stunden Freiheit täglich sind ganz schön wenig

Das tägliche Zeitlimit bedeutet nämlich im Umkehrschluss: Ich habe von nun an täglich nur noch zwei Stunden Zeit für die Nahrungsaufnahme. Für einen Langsamerer wie mich ist das ganz schön wenig. Invisalign© selbst sagt: Zwischen 20 und 24 Stunden pro Tag ist in Ordnung. Ich habe beschlossen, 21 Stunden anzupeilen. Denn manchmal möchte man abends auch einen Film gucken und dabei was knabbern, und nicht nach jeder Erdnuss aufstehen, um sich die Zähne zu putzen und die Schiene wieder einzusetzen. Mit drei Stunden Freiheit täglich bin ich in der ersten Woche gut zurecht gekommen, einige Male habe ich es sogar auf knapp über zwei Stunden geschafft.

Ich kann hier ja immer nur Woche für Woche schreiben, wie es mir gerade damit geht. Ein abschließendes Fazit werde ich dann ziehen, wenn die Behandlung vorüber ist (voraussichtlich im Frühjahr 2021).

Woche 1 (Schiene 1): Ich bin angetan davon, wie unkompliziert das bisher alles gelaufen ist. Anfangs haben die Schienen ein wenig gedrückt, aber wie ich oben bereits beschrieb, konnte ich sie mit einer Glasfeile weich feilen, und seitdem spüre ich nichts mehr. Ich muss mich aber noch daran gewöhnen, dass ich nicht mehr einfach alles snacken darf, was ich gerade möchte. Und dass ich immer eine Zahnbürste dabei haben muss. Aber ich trage die Schienen gerne. Auch an das Einsetzen und Herausnehmen habe ich mich nun gewöhnt. Ich weiß jetzt genau, wo ich anfassen muss und wo ich etwas ruckeln muss, damit sie herauskommen.

Woche 2 (Schiene 1): Habe ja immer noch die erste Schiene drin, und langsam merke ich, dass der Druck auf die Zähne nachlässt. Das heißt, es wird Zeit für die neue Schiene. Bin schon gespannt, wie groß der Druckunterschied dann ist. Und da ich mit der alten Schiene auch Kaffee getrunken habe, ist sie nun etwas dunkler als vorher. Das finde ich aber gar nicht so schlimm.

FAQs rund um Invisalign©

Wie läuft die Bezahlung bei Invisalign© ab? Zahlt man alles auf einmal?

In meinem Fall war es so, dass ich alle sechs Wochen neue Schienen und eine neue Rechnung des Labors, das die Invisalign©. Ich muss sowohl alle Behandlungskosten als auch die Herstellungskosten komplett alleine übernehmen.

Wie hoch sind die Kosten für eine Behandlung mit Invisalign©?

Die Kosten sind natürlich immer individuell und hängen ja letztlich davon ab, wie viele Schienen hergestellt und getragen werden müssen, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen. In meinem Fall 30 Schienen über 60 Wochen hinweg. Mein Kostenvoranschlag für die Schienen und die ärztliche Behandlung liegt bei etwa 5.500 Euro.

Wie sieht es mit der Aussprache bei Invisalign© aus, hört man ein Lispeln?

Ich finde schon, dass man dauerhaft anders spricht. Anfangs hat man den Unterschied bei mir sehr stark gehört, aber die Zunge hat sich bei mir schnell an die neuen Widerstände gewöhnt, es wurde also besser. Was ich aber merke: Habe ich an Tagen zu wenig getrunken, fällt es mir auch schwerer, mich klar z artikulieren. Und Englisch oder andere Fremdsprachen (bei mir: Schwedisch) hören sich bei mir zurzeit sehr, sehr seltsam an.

Was sind Invisalign© Aligner?

So bezeichnet man die Invisalign© Schienen im Fachjargon.

Was sind Invisalign© Attachments?

Attachments sind kleine, ebenfalls transparente Punkte, die auf die Zähne aufgeklebt werden und dabei helfen sollen, den Zahn in die richtige Position zu verschieben. Nach Abschluss der Behandlung werden sie wieder abgefeilt, der Zahn wird aufpoliert und trägt keine Schäden davon.

Was sind Invisalign© Retainer?

Bei den Retainern handelt es sich um Drähte, die nach der Behandlung von innen an die Zähne geklebt werden, um ein erneutes Verschieben der Zähne zu verhindern. Darauf muss man sich einstellen: Der Retainer bleibt einem ein Leben lang erhalten. Es gibt wohl auch die Möglichkeit, stattdessen immer eine Nachtschiene zu tragen. Welche Methode infrage kommt, klärt man am besten vorab mit seinem Kieferorthopäden.

Wie lange dauert die Behandlung mit Invisalign©?

Ich denke mal, das ist bei jedem anders und vom Grad der Fehlstellung abhängig. Bei mir stehen die unteren Zähne kreuz und quer, und es sind dafür 30 Schienen eingeplant, die ich alle zwei Wochen wechseln soll. Damit wäre meine Behandlung nach 60 Wochen abgeschlossen und dauert etwas länger als ein Jahr. Ein überschaubarer Zeitraum, wenn man bedenkt, dass feste Klammern meist wesentlich länger im Mund bleiben müssen.

Wie kann ich meine Invisalign© reinigen?

Darüber habe ich sehr unterschiedliche Dinge gehört. Meine Kieferorthopädin hatte mir empfohlen, mir eine weiche Zahnbürste für die Reinigung der Schienen zu kaufen und diese mit ganz normaler Zahnpasta zu reinigen, um sie anschließend mit klarem Wasser abzuspülen. Viele schreiben, klares Wasser würde reichen, wenn man unterwegs ist. Ich habe außerdem gelesen, dass Zahnpasta schädlich sein soll für die Schienen und sogar zu Bakterienablagerungen auf der Schiene und dann natürlich zu Schäden an den Zähnen führen kann. An anderen Stellen las ich, gelförmige Zahnpasta sei gut geeignet. Dann gibt es auch noch von Invisalign© selbst spezielle Reinigungskristalle. Im Starterpack, das man am Anfang ausgehändigt bekommt, ist ein Pröbchen dazu enthalten. Ich hab’s noch nicht getestet. Meine Suche bei Google hat aber gezeigt: Hierzulande sind die Dinger ziemlich schwer zu bekommen, man muss sie aus den USA importieren, und teuer sind sie auch. Das wird schonmal nicht mein Weg. Die Firma Invisalign© selbst schreibt auf ihrer Website, dass man auch spezielle Reinigungstabletten verwenden kann, sagt aber nicht, welche. Auf anderen Websites ist zu lesen, dass man nicht auf herkömmliche Zahnspangen-Reinigungstabletten zurückgreifen soll. Ein ganz schönes Durcheinander an Infos! Ich habe für mich entschieden, es mit gelförmiger Zahnpasta zu versuchen.

Zahlt meine Zahnzusatzversicherung die Invisalign© Behandlung?

Normalerweise übernehmen Zahnzusatzversicherungen die Invisalign-Behandlung nicht.

Stichwort Kostenübernahme: Muss ich Invisalign© komplett selbst bezahlen?

Ja, die Behandlung mit Invisalign Schienen wird in der Regel nicht von Krankenkassen getragen, auch bei Kindern übrigens nicht.

Gibt’s Invisalign© eigentlich auch für Kinder und Teenager, und werden die Schienen dann von der Krankenkasse bezahlt?

Ja, Invisalign© kann auch bei der Zahnkorrektur von Kindern und Teenagern eingesetzt werden. Das Gebiss sollte aber bereits ausgewachsen sein. Besonders für Teenager haben die unsichtbaren Schienen im Vergleich zu festen Klammern große Vorteile. Die Optik wird nicht beeinträchtigt, sie können nach wie vor gefahrlos ihren Sport ausüben und Blasinstrumente spielen, was bei festen Spangen deutlich schwieriger ist. Für die Behandlung müssen die Eltern allerdings alleine aufkommen, die Krankenkassen übernehmen Invisalign Behandlungen für Kinder nicht.

Wie sieht’s bei Invisalign© mit Schmerzen aus?

Das Tragen von Invisalign© Schienen verursacht in der Regel keine Schmerzen, aber man verspürt einen gewissen Druck, gerade nach dem Wechsel auf neue Schienen.

Was tun, wenn man eine Aligner / Schiene verliert oder kaputt macht?

Experten empfehlen, die zuletzt benutzte Schiene immer noch aufzuheben und nicht wegzuwerfen. Sollte man die aktuelle Invisalign Schiene – auch welchem Grund auch immer – nicht mehr benutzen können, kann man vorübergehend auf die letzte Schiene zurückgreifen, um die Behandlung nicht abbrechen zu müssen. Man sollte aber auf jeden Fall Kontakt zu seinem Kieferorthopäden aufnehmen, um Rücksprache zum weiteren Vorgehen zu halten.

11 Dinge, die du über Invisalign© wissen solltest

1. Du wirst dir nach jedem Essen die Zähne putzen

Ja, nach jedem Essen. Die Vorstellung, auf ungereinigte Zähne wieder stundenlang eine Plastikschiene zu setzen, finde ich persönlich ziemlich ekelig. Und wenn es dir genauso geht, dann wirst du – so wie ich – ganz automatisch regelmäßiger zur Zahnbürste greifen als früher. Das zu lassen, wäre obendrein gesundheitsschädlich, denn natürlich leiden die Zähne unter ihrer Plastikhülle vor sich hin, die Kariesgefahr steigt. Ich putze mir also freiwillig nach jeder Mahlzeit die Zähne. Zudem wird empfohlen, immer Zahnseide zu benutzen. Damit komme ich aber nicht zurecht. Weil meine Zähne so eng stehen, kriege ich die Zahnseide nie wieder aus den Zahnzwischenräumen heraus. Unter anderem deshalb lasse ich meine Zähne ja korrigieren. Ich habe mir stattdessen eine Munddusche zugelegt. Die kann ich zwar unterwegs nicht mitnehmen, aber immerhin einmal täglich abends zur gründlichen Reinigung meiner Zahnzwischenräume nutzen. Apropos mitnehmen: Eine Zahnbürste, Zahnpasta und die Aufbewahrungsdose habe ich nun immer dabei, egal, wohin ich auch gehe.

2. Für eine effektive Behandlung musst du die Schiene 22 Stunden am Tag tragen

Und das bedeutet umgekehrt: Du hast pro Tag sportliche zwei Stunden Zeit zum Essen. Das ist nicht viel! Wer es wie ich gewohnt ist, gemütlich zu essen, darf ab jetzt Gas geben. Ich schaffe es an guten Tagen auf 21 Stunden, an schlechten nur auf 20. Fällt man immer wieder darunter, wird die Zahnbehandlung nicht von Erfolg gekrönt sein. Ich habe mir als Ziel mindestens 21 Stunden gesetzt, damit ich abends auch mal beim Fernsehen naschen kann, ohne ständig Zähne putzen zu müssen.

3. Das Lispeln lässt normalerweise nach. Normalerweise.

Man hat mit der Invisalign©-Schiene einen Fremdkörper im Mund, und daran muss sich die Zunge erstmal gewöhnen. Das tut sie auch. Am dritten / vierten Tag meiner Behandlung wurde es tatsächlich besser. Ich habe aber nun (in Woche 2) das Gefühl, dass das bei mir von der Tagesform abhängt. Abends lispele ich mehr als morgens. Englisch kann ich gar nicht mehr sprechen, das fällt mir richtig schwer und klingt in meinen Ohren ganz fürchterlich. Aber für Meetings kann man die Schienen natürlich auch mal entfernen.

4. Du wirst ständig trockene Lippen haben, und Lippenstift bleibt auf der Schiene kleben.

Dieser Punkt stört mich tatsächlich ein wenig, denn ich hatte auch vor der Invisalign© Behandlung ständig mit trockenen Lippen zu kämpfen. Nun ist der Lippenpflegestift erst recht zu meinem ständigen Begleiter geworden, denn durch das Tragen der Schienen trocknen die Lippen schon ganz schön aus. Andere Anwender berichten, man bekäme von den Schienen Schlauchbootlippen wie Kylie Jenner. Das kann ich zwar nicht unbedingt bestätigen, aber die Lippen liegen natürlich auf den Schienen auf und stehen dadurch ein wenig stärker ab. Sie werden schneller trocken, und behebt man dieses Problem mit Pflegebalsam oder Lippenstift, dann bleibt dieser auf der Schiene kleben, was erstens nicht so wunderschön aussieht und sich zweitens auch nicht ganz so toll anfühlt.

5. Es tut nicht weh. Außer beim Wechsel auf eine neue Schiene.

Ich empfinde die Behandlung mit Invisalign© bisher als absolut schmerzlos. Natürlich verspürt man mit einer neuen Schiene erstmal Druck, aber dieser ist auch nicht unangenehm; ich hatte ihn mit der ersten Schiene schnell vergessen. Nach einer Zeit bemerkte ich, dass der Druck stark nachlässt – dann ist es meist Zeit für die neue Schiene, mit welcher der Druck erstmal wieder wächst. Bald bekomme ich Attachments auf die Zähne geklebt, dann aktualisiere ich diesen Punkt nochmal und berichte, ob das ein schmerzhafter Vorgang war, wovon ich aber nicht ausgehe.

6. Du wirst deinen Kieferorthopäden / deine Kieferorthopädin ziemlich oft zu Gesicht bekommen

Kontrolltermine sind bei Invisalign© Schienen zwar insgesamt seltener nötig als bei festen Zahnspangen, aber alle sechs bis acht Wochen muss man trotzdem hin. Bei mir ist das immer der Fall, wenn ich einen neuen Satz Schienen bekommen soll. Diese Termine müssen natürlich auch mit eingeplant werden.

7. Deine Biss-Stellung verändert sich, und das ist ungewohnt.

Klar, die Zähne sollen ja auch begradigt werden: Ich habe bereits nach dem allerersten Tragen gemerkt, dass meine Beißer nicht mehr so aufeinandertreffen, wie ich es bisher gewohnt war. Das fühlt sich erstmal merkwürdig an. Ein Nebeneffekt: Ich beiße mir dauernd von innen auf die Wange oder Lippe, weil sich irgendwie alles im Mund verändert hat.

8. Du wirst dich vielleicht für öffentliches Zähneputzen und Reinigen der Schiene genieren.

Es klingt so super: Mit der Invisalign© Schiene kannst du alles essen, jederzeit. Ja, klar, das stimmt schon. Aber willst du das auch? Wenn du ins Restaurant gehst (Zahnbürste nicht vergessen!), musst du sie vorher rausnehmen. Also ab aufs Gäste-WC und erstmal Hände waschen. Rausnehmen, essen, wieder auf Toilette, Zähne putzen, eventuell auch die Zahnspange reinigen, wieder einsetzen. Ich muss zugeben, ich finde es schon nicht so prima, wenn mir Fremde auf einer Restauranttoilette dabei zusehen. Und ich empfinde es auch als etwas peinlich, öffentlich meine Schiene zu säubern. Ich komme mir vor wie Omma, die ihr Gebiss rausnimmt. Aber es ist okay, ich kann’s ertragen. Es ist allemal besser, als komplett auf Restaurantbesuche zu verzichten, oder sich die Speisereste aus einer festen Klammer puhlen zu müssen, finde ich.

9. Du brauchst eine Stoppuhr.

Wer mehrere tausend Euro für eine Zahnkorrektur hinblättert, möchte auch, dass sie erfolgreich verläuft, und das heißt: 22 Stunden am Tag solltest du die Schiene tragen. Damit ich im Blick behalte, wie lange ich sie an einem Tag bereits nicht getragen habe, stelle ich mir eine Stoppuhr. Dazu nutze ich zurzeit die Stopuhr meines Fitnesstrackers. So sehe ich, wie viel Zeit ich noch habe und wann ich die Schiene wieder einsetzen muss.

10. Und du brauchst einen Kalender.

Damit du nicht vergisst, die Schienen pünktlich nach zwei Wochen gegen neue auszutauschen, solltest du dir irgendwo eine Erinnerung abspeichern. Ich habe mir einen regelmäßigen, zweiwöchigen Termin in meinem Kalender auf dem Handy abgelegt, der mich pünktlich an den Wechsel erinnert.

11. Du wirst vermutlich für immer Retainer im Mund haben.

Nach Abschluss der Behandlung mit Invisalign© besteht die Gefahr, dass sich die Zähne von alleine wieder verschieben. Um dies zu verhindern, wird ein Retainer – ein kleiner Draht – von innen an die Zähne geklebt. Dieser Draht bleibt für immer im Mund. Hier besteht übrigens kein unterschied zu herkömmlichen, festen Zahnspangen: Auch hier muss oft ein Retainer noch im Nachhinein dafür sorgen, dass die Zähne dort bleiben, wo sie nach der Behandlung waren.

*Unbezahlte Werbung, ich zahle meine Invisalign©-Behandlung komplett selbst. Jeden. Einzelnen. Cent.

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