Inhaltsverzeichnis

9. Woche, 2. Trainingseinheit

Tone More – noch mehr?!

Ich muss beißen, richtig beißen. Immer wieder kommt mir der Alltag dazwischen. Ich schaffe es nicht, morgens früh genug aufzustehen, um zu trainieren, und abends bin ich zu müde dafür. Es ist aktuell keine gute Phase, und schließlich hinke ich immer noch hinterher. Eigentlich wollte ich 4-5 Einheiten die Woche schaffen, damit ich meine Versäumnisse wieder nachhole. Pustekuchen. Ich müsste eigentlich schon seit einem Monat durch sein mit den 12 Wochen, aber es sind immer noch genug Workouts für drei Wochen übrig. Also habe ich jetzt etwa sieben Wochen auf der Uhr. Ich habe aber immerhin 1-2 Mal pro Woche trainiert, wirklich lange Pausen hatte ich nie. Wichtig ist, denke ich, dass man nicht aufgibt. Egal, wie sehr man hinterherhinkt.

8. Woche, 3. Trainingseinheit

Feel Toned, aber sowas von!

Ich hatte zwei Wochen Pause und hinke nun drei Wochen hinterher. Eigentlich hätte ich jetzt fast fertig sein können, aber so ist das eben manchmal mit den Plänen und mit dem Leben. Da kommen Erkältungen dazwischen oder Tage, an denen man abends um sieben tot ins Bett fällt, oder beides. Ich bin aber trotzdem unglaublich stolz auf mich, dass ich immer noch dabei bin. Es liegt nicht an Sophia, dass ich zwischendurch immer mal wieder langsamer vorwärts komme, als ich möchte. Sophia ist super. Inzwischen habe ich mich sogar an ihren bayerischen Akzent gewöhnt. Es macht wirklich Spaß, mit ihr zu trainieren, und ich habe bisher noch bei keinem anderen Training so gute Ergebnisse erzielt. Was ich vor allem inzwischen merke:

  • Mein Hintern nimmt Formen an.
  • Liegestützte fallen mir endlich (!) leichter, auch, wenn ich immer noch die Knievariante mache
  • Ich fühle mich insgesamt kräftiger

Und ich habe zugenommen, sagt die Waage.

Ich sehe es zwar nicht, aber es muss wohl stimmen. Das war eigentlich nicht Sinn der Sache, aber durch das Training habe ich mehr Hunger, ich esse mehr und etwas gesünder als vorher, und ich vermute mal, es liegt an den wahnsinnig vielen Muskeln, die ich aufgebaut habe. Was ich jetzt schon weiß: Wenn das 12-Wochen-Programm vorbei ist, mache ich auf jeden Fall mit dem Jahresprogramm weiter. Mir ist klar, es werden auch immer noch weitere Hochs und Tiefs kommen, es wird sich nicht immer so toll anfühlen wie heute. Heute bin ich mit Anlauf in die Jump Squats gegangen, und als die drei Sätze durch waren, dachte ich tatsächlich:

Schade!

Das ist aber nicht der Normalfall. Im Normalfall jammere ich gedanklich, wann es wohl endlich vorbei ist. Aber die Tiefs gehören eben auch dazu. Viel wichtiger ist, dass ich durchhalte, und das habe ich bisher getan. Ich bin echt stolz auf mich!

5. Woche, 2. Trainingseinheit

Sophia und ich im Tief: Die Wiederentdeckung der Langsamkeit

Es geht auf in eine neue Phase, sagte Sophia. Ab sofort führen wir alle Übungen ganz langsam aus, sagte Sophia. Und dann verschwand sie medial von der Bildfläche, und seltsamerweise ging parallel dazu mein Durchhaltevermögen flöten. Ich hatte Urlaub, eine Erkältung und viel zu wenig Zeit. Und schon hänge ich ein paar Trainings hinterher. Aber ich finde es noch vertretbar. Ich mache jetzt einfach dort weiter, wo ich aufgehört habe, und sehe mal wieder: Es lässt sich nicht immer alles im Voraus exakt planen. Es kommt immer was dazwischen. Wichtig ist nur, trotzdem nicht aufzugeben oder sich demotivieren zu lassen. Einfach wieder aufs Pferd steigen, um mal wieder in meine Reiter-Terminologie von wegen alter Gaul und so zurückzukehren. Der alte Gaul ist gerade 40 geworden.

Die Wiederentdeckung der Langsamkeit

Also schön, dann machen wir jetzt alles “superslow”, wie Sophia so schön sagt. Das brennt in den Beinen. Insgesamt zieht auch das Tempo irgendwie an, ich habe das Gefühl, wir machen weniger Pausen. Alles ist etwas härter geworden. Aber nicht zu hart, ich komme schon gut mit. Eventuell habe ich wirklich, wirklich Fortschritte gemacht. Das heutige Setting sieht folgendermaßen aus:

3×5 Ausfallschritte

3x 8 Jump Squats mit drei Sekunden halten unten

3×5 mega slowe Liegestütze, in 5-er-Schritten runter und Wieder rauf: Ich kann noch immer keine richtigen Liegestütze, ich mache immer noch die leichte Variante.

10x schnelle Mountain Climbers.

Hinterher zerfließe ich, denn draußen sind 28 Grad im Schatten. Das Wasserglas ist mein ständiger Begleiter. Ich kann nimmer. Aber ich fühle mich immer noch sehr gut dabei.

4. Woche, 3. Trainingseinheit

Fortschritte! Ich mache Fortschritte!

Typisch. Da jammere ich letzte Woche noch, wie schwer alles ist, und dass ich gar keine Veränderungen spüre, und merke gar nicht, dass ich mit den Händen wieder an meine Knöchel komme. Halleluja:

Knöchel erreicht mit gestreckten Beinen. Ich gebe zu, für den endgültigen Beweis hätte ich das Bild vielleicht von der Seite machen sollen…

Das war ja Teil der Fitness-Prüfung am Anfang in der Gymondo*-App, mit dem Ergebnis, dass ich vor vier Wochen aus dem Stand mit den Händen gerade mal an meine Waden kam. Und: Ich sehe jetzt Muskeln, die ich vorher bei mir noch nie gesehen habe. Es grenzt an ein Wunder, aber offenbar besitze ich einen Latissimus!

Ansonsten: Immer noch zwischen Himmel und Hölle

Heute wieder Aufwärmen durch Seilspringen und Knie anziehen. Dann:

3x 15 Ausfallschritte: Ich muss mich leicht am Bartisch festhalten, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren, aber ansonsten läuft diese Übung ganz gut. Ich habe das Gefühl, meine Beine werden langsam etwas kräftiger, und ich spüre den Unterschied zwischen 12 und 15 Wiederholungen nicht mehr so stark.

3×15 Jump Squats: Vor dem dritten Satz würde ich am liebsten kneifen. Ich bin nach dem zweiten nämlich so außer Atem, dass ich kaum trinken kann. Das ärgert mich soooo sehr! Etwas Trainingsehrgeiz macht sich bei mir ja doch bemerkbar. Zusammen mit meinem Hang, nie irgendwas durchzuziehen – eine fatale Mischung. Erst Woche 4 von 12! Es kommt mir immer noch ewig vor! Wie um alles in der Welt soll ich das schaffen?! Paradox: Der letzte Satz bei den Jump Squats war heute tatsächlich der beste.

3×15 Kickbacks: Ich öle inzwischen ganz schön. Das ist eine der wenigen, ganz wenigen Übungen, die ich wirklich gerne mag, bei denen ich mich aber frage, ob ich sie verkehrt mache, weil sie mir so leicht erscheint:

Eins und zwei und hoch das Bein… Sophia Thiel und ich im Gleichklang.

3×15 Bauchkombi (Crunches, Krabbler, Russian Twist, Beinheben): Bei den Krabbelern habe ich wieder Schmerzen in der Seite und erinnere mich spontan daran, dass ich damit ja noch mal zum Orthopäden meines Vertrauens wollte. Trotzdem kriege ich die auch noch ganz gut hin. Nur mit dem Beinheben habe ich Schwierigkeiten. Da schaffe ich einfach keine 15 hin, 10 vielleicht, aber nur an sehr guten Tagen. Heute war kein guter Tag. Oft denke ich aber auch an dieser Stelle: Das ist ein mentales Problem, das ist mein Kopf, der nicht will. Dann wünsche ich mir manchmal einen Personal Trainer, der mir sagt: Es ist nur in Deinem Kopf, Du schaffst das. Stattdessen lasse ich die Beine sinken. Das läuft noch nicht.

Am Ende bin ich fix und alle. Aber ganz glücklich heute. Es ist ein Auf und Ab momentan.


4. Woche, 2. Trainingseinheit

Es ist passiert, ich hinke 2 Trainingseinheiten hinterher.

Achtung, das wird ein Jammerposting. Auf dem heutigen Foto lächele ich zwar, aber ich habe ein echt fieses Trainingstief, und es ist mehr ein müdes, gequältes Grinsen:

Sophia Thiel Erfahrungen: Woche 4, 2. Trainingseinheit
Der Versuch eines Lächelns.

Das Sophia Thiel Programm ist super, und es tut mir auch wirklich gut, aber nie war ich unmotivierter als jetzt gerade. Ich bin erst in Woche 4 von 12, und es kommt mir ewig vor. Meine Fortschritte halten sich in Grenzen, und seit der Sache mit dem Basketball-Fuß vor zwei Wochen hinkte ich immer eine Trainingseinheit hinterher, und inzwischen sind es sogar schon zwei. Grund: Wenn man am Trainingstag abends bis 22.30 Uhr Kreiselternrat hatte, dann zeigt einem der innere Schweinehund nur noch müde einen Vogel. Und die Tage darauf sah es auch nicht viel besser aus.

Es wird Dir irgendwann Spaß machen, hamse gesagt.

Irgendwann wirst Du süchtig danach, hamse gesagt. Das geilste ist das Adrenalin, das Dich dazu bringt, immer weitermachen zu wollen, hamse gesagt. Ich bin umgeben von lauter Sportjunkies, die sich eher davon abhalten müssen, täglich nicht drei Mal zu trainieren, und die mir weismachen wollen, dieser Effekt würde auch bei mir irgendwann einsetzen. Ich warte immer noch darauf. Und in der Zwischenzeit quäle ich mich dadurch und muss mich jedesmal schwer zusammenreißen, dass ich nicht versehentlich von der Isomatte aufs Sofa abbiege, anstatt mit dem Training zu beginnen.

Dabei begleitet mich permanent das Gefühl, etwas falsch zu machen.

Sophia Thiel ist wirklich eine sympathische Person, und sie erklärt alle Übungen sehr gut, da kann ich nicht meckern. Trotzdem habe ich ständig den Eindruck, ich mache was verkehrt. Genau genommen gibt es nur ganz wenige Übungen, bei denen ich denke, dass ich sie wirklich korrekt ausführe. Manchmal denke ich: Das ist ja viel zu leicht, davon könnte ich ja 100 Wiederholungen statt 15 machen (das ist beim Schulter Blast der Fall), bei anderen fange ich schon nach zwei Wiederholungen an zu weinen und gehe in die einfachere Variante (Rocking Plank z.B.).

Und mit den Liegestützen komme ich auch nicht wirklich vorwärts.

Heute hat Sophia Thiel aber bei den Liegestützen gesagt:

Jetzt muss langsam mal Schluss sein mit der einfachen Variante!

Sophia Thiel heute zu mir so.

Und ich fühlte mich leicht ertappt, als ich die Knie vom Boden abhob, um in die klassische Liegestütze zu gehen. Davon schaffe ich aber nur zwei bis drei wirklich sauber. Ach, was sag ich. Eine vielleicht – seien wir ehrlich. Nein, liebe Sophia, ich bin noch nicht so weit, und Dein Satz hat mich heute echt runtergezogen, denn offenbar könnte man es von mir erwarten. Allerdings habe ich seit Jahren irgendein Rippen-Problem mit der rechten Seite. Da war wohl mal eine Rippe angebrochen und ist nicht ganz korrekt wieder zusammengewachsen. Jedenfalls habe ich seitdem das Gefühl, als würde einer dran nagen, sobald ich mein Körpergewicht darauf verlagere. Und hinterher kann ich dann wieder Schmerzsalbe wie Bodylotion verwenden.

Aber nun. Es muss ja irgendwie weitergehen.

Trotz allem muss ich sagen: Es tut immer noch gut. Aufhören kommt überhaupt nicht in Frage. Seit ich mit dem Training begonnen habe, geht es mir körperlich und irgendwie auch seelisch so viel besser. Ich sehe Muskeln an meinen Armen wachsen, mein Po kriegt langsam wieder Konturen, die ich von ihm kannte, meine Beine fühlen sich irgendwie kräftiger an, und mein Rücken tut nicht mehr weh. Trotzdem würde ich am liebsten aufhören. Mache ich aber nicht.

Heute war Oberkörpertag.

Bevor ich mich jetzt Schokopralinen futternd aufs Sofa lege, hier der Vollständigkeit halber noch die Trainingsdokumentation für heute: Aufwärmen mit imaginärem Seilspringen, dann Frosch, Latdrücken, Liegestütze, Schulter Blast und Rocking Plank. Alles ab sofort mit 3x 15 Wiederholungen statt 3×12. Die drei Wiederholungen mehr pro Übung merke ich durchaus, aber es geht.

3. Woche, 2. Trainingseinheit

Von Fischbrötchen und Luftlöchern.

Es ist 21 Uhr, ich hatte einen wirklich, wirklich langen Tag – so einen Tag, an dem man nur von Meeting zu Meeting läuft, ständig unterbrochen wird, einem der Kopf schwirrt und man nicht vernünftig isst. Abends kommt man halb ausgehungert nach Hause, hat ewig in einem heißen Auto im Stau zwischen Lübeck und Hamburg gestanden, setzt sich aufs Sofa und starrt nur noch Luftlöcher. Am liebsten würde man das die nächsten drei Stunden tun. So ein Tag war heute. Das Problem ist nur: Kaum hatte ich es endlich wieder aus der Lethargie heraus und vom Sofa runter geschafft, meldete sich der Hunger. Denn, genau, ich hatte ja noch nichts gegessen heute. Mit ganz leerem Magen trainieren kann auch nicht gesund sein. Ich zog mir ein selbstgebasteltes Fischbrötchen rein und versuchte dann sogar noch, ein hochmotiviertes Selfie hinzukriegen, hier ist das Ergebnis:

Und so fühle ich mich wirklich…

Allgemeiner Körper- und Gemütszustand: Gestresst. Richtig gestresst.

Nach dem heutigen Tag habe ich überhaupt keine Lust zu trainieren. Obwohl ich sagen muss: Das Training mit Sophia Thiel gefällt mir nach wie vor sehr gut, und ich fühle mich auch wesentlich besser. Rückenschmerzen habe ich eigentlich überhaupt nicht mehr, ich fühle mich insgesamt stärker, und ich bekomme beim Schulterblick im Auto keinen Krampf mehr im Nacken. Das ist wirklich ein deutlicher Fortschritt und macht mir Mut. Und wenn ich das Training heute sausen lassen, dann wäre das schon meine zweite verpasste Trainingseinheit, denn ich hinke seit dem Basketball-Intermezzo immer noch hinterher. Das geht nicht. Also los, Hintern hoch.

Sophia Thiels Begrüßung heute: Bombardieren wir die Muskeln!

Da ist sie wieder, meine Personal Trainerin aus dem Fernseher, und schick sieht sie wieder aus. Wenn sie die Arme hebt, sieht man Sophia Thiels beachtlichen Armmuskeln und bekommt prompt Minderwertigkeitskomplexe. Irgendwie motiviert mich ihr Anblick aber auch: Da will ich schließlich auch mal hin. Direkt folgt wieder die Demotivation beim Gedanken daran, wie weit ich davon noch entfernt bin. Ein ähnliches, emotionales Auf und Ab löst auch ihre heutige Motivanions-Begrüßungsrede bei mir aus: Wir wollen heute Beine, Brust und Schultern “bombardieren”, sagt Sophia Thiel, und kündigt an, die Intensität zu erhöhen und die Reihenfolgen der Trainingseinheiten zu verändern. Klingt nach Drohung. Ich habe Respekt.

Es brennt denn auch richtig heute.

Sie hat nicht zu viel versprochen: Wir starten mit Liegestütze und Schulterdrücken, beides nicht gerade meine Lieblingsübungen, weil ich sie nur in den einfacheren Varianten halbwegs sauber hinkriege. Aber die Liegestütze (3×12) klappen in der einfachen Ausführung (Knie am Boden) immerhin schon besser als vor zwei Wochen. Beim Schulterdrücken (3×7) melden sich meine Schlüsselbeine und fragen respektvoll nach, was der Mist jetzt soll. Au. Ich könnte an dieser Stelle noch mehr Muskeln brauchen, aber die muss ich mir wohl erst noch erarbeiten.

Dann kommt aber meine neue Lieblingsübung, die Reverse Flys (3×25). Ich mag das Gefühl, wenn man am Rücken die Schulterblätter so richtig schön zusammenpressen muss, und die 25 Wiederholungen finde ich fast schon zu easy. Wahrscheinlich mache ich einfach nur irgendwas falsch. Genau wie bei den Kniebeugen (3×12), beim Hochkommen immer schön den Po zusammenkneifen, sagt Sophia Thiel. Mache ich fleißig und bekomme prompt einen Krampf links. Notiere mir im Geiste: Magnesiumtabletten kaufen. Stimmt das eigentlich, dass Muskelkrämpfe ein Zeichen für Magnesiummangel sind? Gleich mal googeln: Ja, Google sagt, kann sein.

Bei der abschließenden Bauchkombi heben wir bei den Crunches (1×12) neuerdings die Beine an, ebenso beim Russian Twist (1×12). Krabbeln (1×12) und Beinheben (1×12) bleiben von der Ausführung her gleich. Was bei mir auch gleich bleibt: Die Beinheber am Ende sind immer noch fies. Ich zittere dabei immer noch, aber auch das ist schon besser geworden, und ich schaffe die 12 ohne größere Probleme.

Aber die beste Nachricht heute: Ich komme aus dem Stand wieder an meine Knöchel!

Beim Fitnesstest in der Gymondo*-App vor dem Start erreichte ich gerade mal die Mitte meiner Waden, und jetzt kann ich meine Knöchel wieder anfassen. Hätte nicht gedacht, dass mich das so glücklich machen kann. Meinem Fuß geht’s nach neulich auch wieder gut. Ich bin froh, mich heute aufgerafft zu haben. Und jetzt lasse ich mich gleich mit Anlauf zurück aufs Sofa fallen. Hab ich mir verdient.

2. Woche, 6. Trainingseinheit

Oder: Warum Basketball in Ballerinas eine Scheißidee ist

Es ist passiert, ich habe eine Trainingseinheit verpasst. Leider hatte ich einen guten, dummen, plausiblen Grund: Ich habe mir Donnerstag den Fuß verknackst, weil ich in ganz dringend in Ballerinas Basketball spielen musste. Genau genommen habe ich eigentlich nur Körbe geworfen, doch das hat schon ausgereicht. Bin schön weggeknickt, hab mich volle Lotte auf den Poppes gesetzt und konnte am Abend durch Schmerzen im Sprunggelenk kaum noch auftreten. Hier wurde schon rumgewitzelt, der Fuß müsse wohl amputiert werden. Nach einer halbschlaflosen Nacht mit Kühlungspad konnte ich am nächsten Morgen zumindest wieder halbwegs laufen. War dann wohl doch eher eine fiese Bänderdehnung als ein Mittelfußbruch. Also habe ich Sophia Thiel zwei Tage auf Abstand gehalten, mir eine Bandage angelegt und heute früh mal getestet, ob ich wieder hopsen kann. Ich konnte. Also darf ich keine Bänderdehnung mehr vorschützen. Alleh hopp.

Basketball in Ballerinas: Eine mäßig gute Idee
Alleh hopp – mein Fuß freut sich schon…

Allgemeiner Körper- und Gemütszustand: nörgelig.

Wie man sich vielleicht denken kann, jubele ich nicht gerade über die unfreiwillige Zwangspause, aber hilft ja alles nichts. Ich hinke ab jetzt also nicht nur mit dem linken Fuß, sondern auch ein Training hinterher und muss sehen, wie ich das wieder aufgeholt bekomme. Vielleicht schiebe ich die versäumte Trainingseinheit morgen früh ein. Eigentlich wollte ich ab morgen wieder damit anfangen, vor der Arbeit laufen zu gehen. Hm, klingt schon wieder alles so verdächtig nach Selbstbetrug: Dann kann ich ja leider nicht laufen gehen, weil ich ja leider erst mal das versäumte Training nachholen muss, schade aber auch! Aber ich will mal nicht ganz so streng mit mir selbst sein: Es ist eben auch nicht einfach, das alles unter einen Hut zu kriegen, Alltag, Job, Training, und der ganze andere Nonsens. Also fassen wir zusammen: Ich bin mies gelaunt, mein Körper brüllt: “Spiel gefälligst nicht in Ballerinas Basketball, Du fast vierzigjährige Schabracke”, und ich möchte am liebsten irgendwas mit F-Wort und “Dich!” zurück brüllen. Aber ich bin ja erwachsen und führe keine Selbstgespräche mit meinem Körper. Selbstgespräche mit dem Fernseher (wie neulich): Ja. Selbstgespräche mit meinem Körper: Nein. Irgendwo ist eine Grenze erreicht.

Das heutige Training ist was für knackenden Knochen und schmerzende Sehnen

Das Setting heute: Ausfallschritt (Knie des hinteren Beins berührt den Boden) 12 x pro Bein, dann 3×12 Jump Squats, dann 12x Kickbacks pro Bein, anschließend Bauch-Kombi aus 12x Crunches, 12x Krabbler, 12x Russian Twists und 12 Beinheber direkt hintereinander. Klingt nach sehr viel Durchhaltevermögen, von dem ich am heutigen Sonntag nur sehr wenig habe. Es ist 13:00 Uhr, um 13:30 hat der HSV ein wichtiges Spiel im Aufstiegskampf gegen Union Berlin, und am liebsten würde ich behaupten, ich müsste mich mental darauf vorbereiten, und das könne man am besten rücklings auf dem Sofa. Aber nein. Ich raffe mich auf.

Jump Squats mit Sophia Thiel
Da freut sich mein linkes Sprunggelenk schon drauf: Jump Squats mit Sophia Thiel

Wir beginnen mit dem Ausfallschritt, und Sophia Thiel jammert über ihre knackenden Beine. Willkommen in meiner fast-40-jährigen Welt, Du kleine 25-jährige. Was soll ich denn sagen? Und dann verzählt sie sich auch noch und macht rechts nur 10 Wiederholungen statt 12. Ich komme mir sehr erhaben vor und schiebe natürlich die zwei Wiederholungen hinterher. Bei den Jump Squats zieht es leider recht schmerzhaft in der Sehne über dem Knöchel des linken, angeschlagenen Fußes, so richtig schön vom Fuß hoch über den Knöchel bis ins Bein hinein.

Schmerzsalbe als Bodylotion – Geschäftsidee für Sophia Thiel

Aber nix da, ich mache weiter. Wozu habe ich Schmerzsalbe. Die kann ich nachher gleich als Bodylotion benutzen. Das wäre doch mal eine hervorragende, neue Merchandising-Idee, schlage ich gleich mal Sophia Thiel vor, kann sie doch in ihrem Shop anbieten. Nach den Jump Squats brennen meine Oberschenkel, und das nicht zu knapp. Bei den Kickbacks bin ich schneller als Sophia mit den 12 Wiederholungen durch, irgendwas mache ich falsch. Hah, ich schaffe mehr als Du. Pft. Sophia sagt, wenn mir alles zu schnell geht, darf ich sie auch abschalten, also mal die Pause-Taste drücken. Nein, es geht mir zu langsam! Ich müsste eher vorspulen.

Von der Pausentaste halte ich meine Finger sowieso lieber fern. Ich kenne mich doch: Wenn ich die erstmal gedrückt habe, sitze ich kurze Zeit später wieder in voller Trainingsmontour auf dem Sofa und switche unauffällig rüber zu Netflix. Und dann sagt Sophia: Ich trainiere für Dich, Du trainierst für mich, wir pushen uns gegenseitig – und schon habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich überhaupt über das Drücken der Pausentaste nachgedacht habe. Okay, Sophia. Du hast gewonnen. Und jetzt noch die fiese Bauchkombi: Erst 12 Crunches, direkt danach 12 Krabbler, 12 Russian Twists und 12 Beinheber. Bei den Beinhebern zittern meine Beine immer noch so sehr, dass ich die 12 kaum sauber schaffe, aber es ist schon besser als letztes Mal, denn da habe ich überhaupt nur 5-6 Wiederholungen geschafft. Und in Anbetracht der Tatsache, dass ich hier heute quasi als Halbinvalidin angetreten bin, platze ich beinahe vor Stolz, überhaupt durchgehalten zu haben. Ich bin unschlagbar. Ab sofort wird mich nichts mehr vom Training abhalten. Gar nichts.


2. Woche, 5. Trainingseinheit mit Sophia Thiel*

Ja, ich bin noch dabei. Ich habe nur gestern ausnahmsweise eine Trainingseinheit verpasst, weil ich Fußball gucken musste. Breiten wir den Mantel des Schweigens über das Ergebnis, reden wir lieber über die hübschen Titel der einzelnen Workout-Tage vom Sophia-Thiel-Training, denn die klingen immer so gut: Heute heißt es zum Beispiel “Complete Shaping”. Was meine Autokorrektur immer durch “Complete Shopping” ersetzen will. Die Autokorrektur kennt mich wohl ganz gut und weiß, dass Shopping bei mir wahrscheinlicher ist als Shaping, weshalb ich eigentlich beleidigt sein könnte, aber das interessiert die Autokorrektur natürlich nicht, ob ich beleidigt bin. Dann wollen wir mal, los geht’s.

Heute turnen wir mal wieder zu dritt

Letzte Woche war schon mal Daniel Aminati da, heute sind wir auch nicht alleine, eine Freundin von Sophia turnt mit uns auf der Isomatte. Meinetwegen. Ich weiß zwar noch nicht, was ich von ihr halten soll, aber Sophias Freunde sind auch meine Freunde. Wir beginnen mit imaginärem Seilspringen. Sieht immer etwas lustig aus, so ohne Seil, funktioniert aber, ich bin warm.

Sophia Thiel Erfahrungen: Heute turnen wir mit Freundin
Sophia Thiel und ihre Freundin

Das Warm-Up

Dann Schulterkreisen. Das Knacken in der Schulter erinnert mich wieder dran, warum ich das eigentlich alles mache. Und dass ich nicht mehr 20 bin. Aber bevor ich nun in altersbedingte Depressionen verfalle, mache ich lieber weiter.

Sophia Thiel Erfahrungen: Zweite Woche, fünfter Tag
Woche 2, Tag 5: Ja, ich bin noch dabei!

Erste Übung: Frosch (3×12)

Das Rudern auf dem Boden, kenne ich ja schon. Erstaunlicherweise habe ich damit heute weniger Probleme als letztes Mal. Ob sich hier tatsächlich schon ein erster Fortschritt abzeichnet?

Zweite Übung: Latdrücken (3×12)

Man liegt auf dem Rücken auf dem Boden, drückt die Schulterblätter zusammen, winkelt die Arme links und rechts vom Körper an und drückt dann mit den Armen den Oberkörper hoch. Sophia sagt, ich soll die Rückenmuskeln mitnehmen, aber die Bauchmuskeln ruhen lassen. Kriege ich nicht hin. Wenn jemand da draußen weiß, wie man bewusst die Bauchmuskeln dabei deaktiviert, freue ich mich über jeden sachdienlichen Hinweis.

Dritte Übung: Liegestütze (3×12)

Ach, mal wieder meine Lieblingsübung. Es zwickt dabei in der rechten Schulter, willkommene Ausrede, um auf die einfache Variante (Knie am Boden) auszuweichen. Sophias Freundin nimmt beim letzten Satz ebenfalls die einfache Variante. Ich weiß jetzt, was ich von ihr halte. Ich mag diese Frau.

Vierte Übung: Schulter Blast (3×12)

Das ist eine echt fiese Übung, die so richtig schön in die Schulter geht, obwohl sie so harmlos aussieht. Im Stehen Arme links und rechts wegstrecken, Handflächen erst nach oben, 12x kleine Bewegungen hoch und runter, Handflächen nach unten, wieder 12 kleine Bewegungen, Handflächen nach vorne und nach hinten, wieder jeweils 12x. Das zieht. Aber natürlich halte ich durch.

Fünfte Übung: Rocking Plank (3×12)

Sophia sagt, das wäre eine super Übung gegen Winkearme. Pah. Als ob ich sowas hätte! Andererseits. Ich winke mir schließlich auch nie selbst. Kann ich also gar nicht wissen, ob ich wirklich keine Winkearme habe. Okay, mal kurz in den Spiegel gewinkt (gewunken? gewinkt?). Sieht ja auch gar nicht dämlich aus. Na Mensch. Hab ich also doch welche. Also schön, mach ich eben diese doofe Übung. Rocking Plank sind sehr anstrengend. Beim dritten Satz weiche ich auch hier auf die Knie aus. Sophias Freundin hält diesmal durch. Verräterin.

Danach ist es endlich geschafft, und ich fühle mich – wie bisher immer – fertig, aber sehr gut.


2. Woche, 4. Trainingseinheit mit Sophia Thiel*

Von der Muskelpussy zum anständigen Muskelkater

Es geht weiter mit Sophia Thiel* und mir. Heute trägt das Training den vielversprechenden Namen “Full Body Booster”. Ich lasse heute also meinen ganzen Body boosten. Das Timing ist gut, seit heute Morgen ist der Muskelkater vom letzten Mal verschwunden. Zeit für neuen Muskelkater also, wer braucht schon Pausen davon? Heißt ja schließlich Muskelkater, nicht Muskelpussy. Haha.

Full Body Booster oder: ein halber Schoko-Lava-Kuchen

Die App sagt, das heutige Martyrium wird 26 Minuten dauern und 157 Kilokalorien verbrennen. Habe das gerade mal gegoogelt: Das wäre exakt die Hälfte des Schokolava-Kuchens, den ich mir heute beim Oster-Essen reingepfiffen habe. Wow. Würde ich mit dem Training abnehmen wollen, wäre das ganz schön deprimierend. Zum Glück geht es mir gar nicht ums Abnehmen, sondern um Kraft- und Muskelaufbau und Bewegung. Also futtere ich schön weiter, was mir gefällt. Gleichzeitig koche ich ein paar von Sophias Rezepten nach, denn in Sachen Ernährung kann ich mich auch noch verbessern und ein wenig Inspiration gut gebrauchen.

Full Body Booster – na, denn man tau!

Das heutige Setting: Kniebeugen, Schulterdrücken, Reverse Flys, Liegestütze, Crunches, Krabbler, Russian Twist, Beinheber

Zu Beginn jeder Trainingseinheit erklärt Sophia immer genau, welche Übungen dran kommen werden, wie man sie richtig ausführt und welche Fehler man vermeiden sollte. So sieht das dann in der App ungefähr aus:

Sophia Thiel Erfahrungen: Übung Schulterdrücken
Worauf es ankommt bei meinem geliebten Schulterdrücken…

Und nach der heutigen Vorstellungsrunde denke ich, alter Schwede, das wird ganz schön heftig. Meine “Lieblingsübungen” in diesem Setting sind eindeutig das Schulterdrücken und die Liegestütze, denn das kann ich überhaupt nicht. Zu meinen Zielen gehört es ja, darin besser zu werden, aber davon bin ich noch sehr, sehr weit entfernt.

Okay, los geht’s. Zu Beginn noch mal ein Selfie mit total entschlossenem Gesichtsausdruck (und wirren Haaren, aber was soll’s, Sophia hat Stylistin neben sich, ich nicht, ich schminke mich auch normalerweise vor dem Training ab, aber dazu hatte ich heute keine Lust):

Sophia Thiel Erfahrungen: Woche 2, Tag 1: Mein entschlossenstes Gesicht
Komme, was wolle, ich rocke das heute!

Und schon starten wir mit dem Aufwärmen. Heute wird aber nicht gehüpft oder mit einem imaginären Seil gesprungen, nein, heute lässt sie mich aus dem Stand mit den Händen nach vorne krabbeln, um mich zu dehnen. Ein paar Mal vor, ein paar Mal zurück, und ich komme ganz schön aus der Puste. Und dabei haben wir noch nicht mal richtig angefangen.

Po-Explosion und die Versagensangst bei Liegestützen

Bei den Kniebeugen bin ich noch richtig gut drauf, das kann ich inzwischen aus dem Effeff. Oberkörper gerade, Arme nach vorne, und schön runter in die Knie, Po rausstrecken und beim Hochkommen noch mal richtig ordentlich die Pomuskeln anspannen. “Po-Explosion” nennt Sophia das, das sorgt bei mir eher für unschöne Assoziationen, also einfach nur Arschbacken zusammen kneifen, das wird schon irgendwie richtig sein.

Bei mir zwickt es woanders: Meine Bauchspeicheldrüse tut weh. Also, die Stelle, an der ich sie vermute. Weiß nicht, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, aber ich werde es beobachten. Die nächste Übung, Reverse Flys, die liebe ich. Das ist was für mich! Schön Oberkörper nach vorne, Arme hoch, anwinkeln und seitlich nach oben drücken. Das sieht so leicht aus, aber das brennt nach 3×25 Wiederholungen richtig. Ich mag das. Ja, quäl mich! Aber richtig!

Bei den Liegestützen heute passiert was Lustiges: Sophia kann selbst nicht mehr und beendet die Übungen im einfacheren Kniestand. Ja, kannste mal sehen, ist ganz schön anstrengend! Finde ich aber sehr sympathisch. Ehrlich gesagt gibt mir das richtig Auftrieb. Ich hab’s nämlich geschafft, im Gegensatz zu ihr, bätsch. Na, okay, wollen wir ehrlich sein, ich hatte von Beginn an die leichte Variante gewählt und die Knie am Boden gelassen. Zum Schluss noch eine Bauch-Kombi aus Crunches, Krabbler, Russian Twist und Beinheber. Alles ganz okay, aber beim Beinheber am Ende musste ich richtig, richtig pumpen.

Heutiges Fazit: Sie macht mich fertig, aber ich bin immer noch recht angetan!

Ja, ich habe erst vier Trainingseinheiten absolviert. Das ist jetzt nicht die Welt. Aber ich muss sagen: Es tut mir einfach nur gut. Zu Beginn in der letzten Woche hatte ich richtige Rückenschmerzen und das Gefühl, irgendwas stimmt mit mir buchstäblich hinten und vorne nicht. Ich habe mich matt und verspannt gefühlt. Nach zwei Trainingseinheiten kam noch der Muskelkater hinzu, da ging es mir nicht gerade blendend. Aber nach der dritten Einheit kam der Umschwung: Der Muskelkater blieb, aber die Rückenschmerzen wurden weniger, und das ganz ohne Schmerzmittel. Heute habe ich mich sogar richtig aufs Training gefreut und zum ersten Mal sowas wie Sehnsucht danach. Kaum zu glauben. Ich hoffe, das bleibt so, denn ich fühle mich gerade richtig gut und bin auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich bisher dran geblieben bin. Wir sehen uns übermorgen, am Trainings-Dienstag!


1. Woche, 2. Trainingseinheit mit Sophia Thiel*

Hüa, Pferdchen!

Das tote Pferd ist auferstanden. Der Gaul läuft. Langsam, aber er läuft. Anfangen ist ja auch immer einfach, Der erste Muskelkater und die zweite Übungseinheit sind da. Zur allgemeinen Belustigung zeige ich euch hier ein Gif vom heutigen Training als Beweis.

So sieht das also aus, wenn ich auf dem Boden vor dem Fernseher rumrudere:

Frosch-Übung von Sophia Thiel
Die Frosch-Übung à la Sophia Thiel*

Heute an Tag zwei war der Rücken dran, und – aua, aua, aua – den spüre ich jetzt ganz schön. Ich habe Muskeln im Schulterbereich, von denen ich bis heute nicht mal wusste, dass sie existieren. Jetzt tun sie weh, und das nicht zu knapp. Aber: Es tut auch richtig, richtig gut. Und bisher gefällt mir das Trainingsprogramm sehr. Sophia hat eine sehr angenehme Art, alles zu erklären, und wenn ich wie heute nach den ungeliebten Liegestützen leise vor mich hinjammere, dass ich das nie schaffen werde, dann sagt sie genau in diesem Moment so tröstliche Dinge wie:

Jeder hat mal klein angefangen, mach dir keinen Kopf, wenn es nicht direkt perfekt klappt.

Als könnte sie mich hören! Ich fühle mich sehr verstanden. Und ich rede mit dem Fernseher. Aber macht ja nichts, es erfährt ja keiner, und wir sind ja hier auch unter uns.


1. Woche, 1. Trainingseinheit mit Sophia Thiel*

Erst mal die Gymondo*-App konfigurieren

Nachdem ich mich auf Sophia Thiels* Website für eins der Programme entschieden hat, habe ich die Gymondo*-App auf meinem Handy installiert. Dann galt es, die App zu konfigurieren. Ich konnte in einem der ersten Schritte wählen, ob ich 2x, 3x, 4x oder 5x pro Woche trainieren möchte. Netterweise wurden die Intervalle von freundlichen Kommentaren begleitet: Bei 2x war man “normal”, bei 3x immerhin schon “motiviert”, bei 4x “sehr motiviert” und bei 5x “völlig verrückt”. Wir wollten es mal nicht übertreiben, also wählte ich “3x pro Woche” aus. Immer schön langsam mit den jungen Pferden. Dann ging es um die Frage, wie fit ich mich fühlte, und ich wählte ehrlicherweise “nicht so fit” aus. Die Sache mit dem Selbstbetrug musste schließlich endlich mal ein Ende haben.

Weiter ging es mit der Frage, welchen Körperteil ich denn genau optimieren wolle, und ich entschied mich für alles, das volle Programm: Rücken, Arme, Beine Bauch, Po. Wenn schon, denn schon! Dann sollte ich noch ein Trainingsziel bestimmen: Abnehmen, straffen, Muskelaufbau oder Beweglichkeit? Ich entschied mich für Beweglichkeit. Letztlich wollten sie noch Vor- und Nachname von mir wissen, und ich gab ganz kreativ “Lonari Lonari” ein. Klang doch gut.

So sah das Ganze ungefähr aus:

Motivierende Startrede

Im ersten Video begrüßt Sophia Thiel* mich mit einer motivierenden Startrede: Sie begleitet mich jetzt zwölf Wochen lang, sie nimmt mich an die Hand und gibt mit mir Vollgas, ich werde sie schwitzen sehen, und wir werden das zusammen durchstehen. Ich finde das gleichzeitig sehr beruhigend und sehr beängstigend und kann mich noch nicht so ganz entscheiden. Die Location ist jedenfalls schon mal hübsch, sie turnt mir ab sofort in einem hellen Loft vor einem Bücherregal vor, in dem die Biographie von Lady Gaga liegt, und den obligatorischen Medicus von Noah Gordon hat sie auch gelesen. Weiß auch nicht, warum mir das als Erstes ins Auge fällt.

Die Erklärungssequenzen: Muss man auch erstmal verstehen

Jedenfalls war ich so abgelenkt vom Bücherregal, dass ich kaum den Start des Programms mitbekam. Das führte dazu, dass ich dachte: Holla, das geht aber alles schnell, wie soll ich das denn schaffen? Um dann zu merken, dass es sich bloß um Erklärungssequenzen handelte. Ähm. Tja. Bisschen peinlich, aber hat ja zum Glück keiner gesehen, wie ich panisch von einer Übung zur nächsten hampelte und mich über das übertriebene Tempo ärgerte. Bis es dann tatsächlich los ging und ich meinen Irrtum kapierte.

Das Kick Off: Kniebeugen, Schulterdrücken, Crunches, Russian Twist und Co.

Es geht ans Eingemachte: Kniebeugen erscheinen mir noch harmlos, aber das Schulterdrücken hat es in sich. Crunches kenne ich noch von Mark Lauren*, Kinderspiel. Die Russian Twists sind auch noch ganz okay. Aber am Ende hat mich das Training doch ganz schön gekillt. Die Liegestütze, mein größter Feind, kann ich nur in der einfachen Variante durchführen. Sophia sagt öfter mal, dass sie damit anfangs auch massive Probleme hat, und in meiner rechten Schulter schmerzt es ordentlich. Aber es hilft ja alles nichts, ich hab es ja so gewollt. Augen zu und durch.


FAQ zu Sophia Thiel*

Wer ist Sophia Thiel*?

Sophia Thiel* ist Bodybuilderin, Fitnesstrainerin und Youtuberin. Sie hat einen Online-Fitness-Kurs konzipiert, den sie sowohl über ihre Homepage www.sophia-thiel.com als auch über die Fitness-App Gymondo* anbietet. Über ihre Social-Media-Kanäle konnte man ihre persönliche Geschichte verfolgen: Im Teenager-Alter war sie übergewichtig und wollte das ändern. Also hat sie sich mit den Themen Ernährung und Bewegung auseinander gesetzt, verschiedene Wege ausprobiert und ihre Verwandlung auf ihren Kanälen dokumentiert. Auf diese Weise hat sie eigenen Angaben zufolge über 30 Kilo abgenommen. In Deutschland ist sie heutzutage eine der bekanntesten Persönlichkeiten in der Fitness-Branche und regelmäßig auf den Titelbildern einschlägiger Sport- und Fitnessmagazine zu finden.

Wie bin ich zum Training mit Sophia Thiel* gekommen?

Ich wurde auf sie aufmerksam, weil viele in meinem Bekanntenkreis bereits mit ihrem Programm trainieren und ich über diesen Weg viel Gutes darüber gehört habe. Das hat mich neugierig gemacht und ich beschloss, diesem Programm eine Chance zu geben. Dazu muss ich sagen: Ich habe nach jahrelang in Fitnessstudios Beiträge gezahlt, ohne hinzugehen. Da muss man so ehrlich sein und sich eingestehen: Das ist wohl nichts für mich. Danach habe ich ein Faible für Heimtraining entwickelt und wiederum einige Jahre mit Barbara Becker* Pilates trainiert. Das hat mir ziemlich viel gebracht, aber irgendwann konnte ich jeden Satz mitsprechen, und es war mir nicht mehr abwechslungsreich genug. Etwas Härteres musste her, also bin ich Barbara Becker* untreu geworden und habe mich fortan von Drill-Instruktor Mark Lauren* durch YAYOG* drangsalieren lassen. Etwa drei Jahre lang habe ich fast einmal pro Monat in der ersten Woche wieder von vorne angefangen, statt das Programm richtig durchzuziehen. Neben dem inneren Schweinehund war das Gefühl Schuld, dass die Übungen für mich nicht ganz optimal sind. Jetzt bin ich bei Sophia und selbst schon sehr gespannt, wie es laufen wird.

Was kostet das Sophia Thiel* Training?

Ich habe einen zwölf-Wochen-Kurs bei ihr gebucht und zahle dafür 10,39 Euro im Monat. Je länger man sich bindet, desto günstiger wird es: 6 Monate Mitgliedschaft kosten aktuell 7,99 Euro im Monat, 12 Monate 5,59 Euro pro Monat. Für mich, die Königin des Selbstbetrugs, war die 3-Monate-Variante erst mal die Beste, denn ich kenne mich. Wenn ich drei Monate lang durchhalte, ist das bereits ein riesiger Erfolg. Man zahlt immer im Voraus. Im Preis inklusive sind die Ernährungstipps inklusive Rezepte, außerdem kann man über 50 weitere Programme der Gymondo*-App gleichzeitig nutzen (aber wer will das schon!).

Wie kann man das Sophia Thiel* Training abrufen?

Es gibt die Möglichkeit, sich die Gymondo*-App aufs Smartphone oder Tablet runterzuladen, die App wird aber auch bei Streamingdiensten angeboten, sodass man das Programm über den Fernseher laufen lassen kann. Für mich ist das sehr praktisch, da ich ja parallel versuche, meine Smartphone-Sucht in den Griff zu bekommen.

Was sind meine Ziele mit Sophia Thiel*?

Meine Ausgangslage: Ich bin total umfit und habe überhaupt keine Kraft. Der erste Test mit der Gymondo*-App in Sachen Fitness Level ergab: Wäre ich ein Pferd, müsste man mich erschießen. Ab und zu schmerzt der Rücken, meine Hüfte knackt, und ich komme aus dem Stand nicht mal an meine Knöchel. In meinem Job sitze ich den ganzen Tag, und ich fühle mich total eingerostet. Ab und zu gehe ich laufen, aber auch mehr nach Lust und Laune als regelmäßig. Was ich brauche, ist Bewegungsausgleich, mehr Kraft und Beweglichkeit und das Gefühl, endlich wieder was Gutes für meinen Körper zu tun. Und Spaß bei der Sache. Meine Ziele mit dem Sophia Thiel* Training lauten also:

  • Mehr Muskeln, mehr Muskelkraft
  • Beweglichkeit verbessern
  • Weniger Rückenschmerzen
  • Wieder an meine Knöchel kommen!

Wie lange dauern die Trainingseinheiten bei Sophia Thiel* und wie oft trainiert man pro Woche?

Bei zwölf-Wochen-Programm von Sophia Thiel*, das ich ausgewählt habe, trainiert man wahlweise 2x, 3x, 4x oder 5x in der Woche, kann sich die Trainingstage aussuchen und trainiert pro Einheit zwischen 20 und 25 Minuten. Was mir sehr gefällt: Die Pausen zwischen den einzelnen Übungen sind nicht zu lang (meist 30 Sekunden). Lange Pausen fand ich bei anderen Fitnessprogrammen bisher immer ziemlich nervig und habe sie meist irgendwann übersprungen. Hier ist das genau richtig getimt.


*Unbezahlte Werbung: Bei diesem ganzen Projekt handelt es sich um unbezahlte Werbung. Ich habe die App(s) selbst gekauft und werde weder von Sophia Thiel noch von Gymondo* noch von Mark Lauren oder Barbara Becker gesponsert. Ich berichte hier lediglich von meinen Erfahrungen und tue das unabhängig von irgendeiner Kooperation.


Mehr über Lonari erfahren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.